Sprechstunde für neuroendokrine Tumoren

Bei der Untersuchung mit dem Mikroskop zeigen neuroendokrine Tumoren Merkmale von Nerven (neuro) und von hormonproduzierenden Zellen (endokrin). Diese Tumoren entwickeln sich am häufigsten im Dünndarm, der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) oder der Lunge, selten auch in anderen Geweben.

Wer sind wir?
Unser Team besteht aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachfrauen, Ernährungsberaterinnen sowie Psychologinnen und Psychologen. Dabei besteht am Inselspital eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit multiplen anderen Fachdisziplinen.

Wer sind unsere Patientinnen und Patienten?
Wir betreuen Menschen mit neuroendokrinen Tumoren. Bei einem Teil dieser Tumoren findet sich eine Hormonüberproduktion (beispielsweise Karzinoidsyndrom, Insulinom, und Gastrinom), welche je nach produziertem Hormon zu ganz unterschiedlichen Symptomen führen kann und speziell abgeklärt und behandelt werden muss.

Was bieten wir an und was können wir tun?
Mittels ausführlichem Gespräch, ärztlicher Untersuchung, Blutuntersuchungen sowie eventuell Bildgebung (Ultraschall, Computertomographie, MRI, spezielle nuklearmedizinische Verfahren) werden Patientinnen und Patienten mit neuroendokrinen Tumoren abgeklärt und fachärztlich beraten. Regelmässig werden die Patientinnen und Patienten am von unserer Klinik organisierten interdisziplinären Endokrinen Tumorboard / ENETS Center of Excellence vorgestellt und besprochen. Einem Teil der neuroendokrinen Tumoren liegt eine genetische Veranlagung zugrunde, welche wir zusammen mit den Spezialisten der Genetik weiter abklären.


Das Endokrine Tumorboard ist seit 2017 durch die Deutsche Krebsgesellschaft und seit 2019 zusätzlich im Rahmen des ENETS Center of Excellence Inselspital Bern zertifiziert.