POP-LOOP-Studie

Eine Studie zum Vergleich der Insulinabgabe über ein “closed-loop” System gegen die Insulin Standardtherapie während und nach chirurgischen Eingriffen bei Menschen mit Typ 2 Diabetes

Immer mehr hospitalisierte Patientinnen und Patienten leiden an Typ 2 Diabetes und Überzuckerungen (Hyperglykämien) in der Zeit vor und nach chirurgischen Eingriffen. Dies erhöht das Risiko für Komplikationen, die Dauer des Krankenhausaufenthalts sowie die mit Komplikationen verbundene Sterblichkeit. Eine unzureichende Blutzuckerkontrolle vor und nach chirurgischen Eingriffen stellt ein grosses Hindernis für die optimale chirurgische Versorgung dar. Zwar gibt es Richtlinien für das Management der Blutzuckerbehandlung vor und nach chirurgischen Eingriffen, deren Umsetzung ist jedoch schwierig. Häufig werden die Richtlinien nur teilweise umgesetzt, was auf begrenzte Verfügbarkeit von Krankenhauspersonal, die Einbeziehung mehrerer medizinischer Disziplinen sowie auf Kommunikationsprobleme zurückzuführen ist. Automatische Blutzucker-Kontrollsysteme mit geschlossenem Regelkreis, sogenannte «closed-loop» Systeme, geben Insulin – das wichtigste Medikament zur Senkung des Blutzuckerspiegels - basierend auf fortlaufend erhobenen Blutzuckerwerten ab. Da dies vollautomatisch passiert, könnten Probleme in der Umsetzung von Behandlungsrichtlinien bei Menschen mit Diabetes möglicherweise behoben und die Arbeitsbelastung des Krankenhauspersonals verringert werden. Ziel dieser Studie ist es, die Wirksamkeit, Sicherheit und Nützlichkeit einer vollautomatischen Insulinabgabe im Vergleich zur Standardinsulintherapie für die Blutzuckerkontrolle vor und nach chirurgischen Eingriffen zu erfassen. Hierbei werden Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes, welche sich einem geplanten chirurgischen Eingriff am Inselspital Bern unterziehen, jeweils einer der beiden Behandlungsoptionen zugewiesen.

Schema eines “closed-loop” Systems
Studiendesign

Finanzielle Unterstützung

  • Helmut Horten Stiftung Schweiz
  • Swiss Foundation for Anesthesiology and Intensive Care 

Kollaborationen

  • Inselspital Bern: Kliniken für Anästhesie, Viszerale-, Thorax-, Herz-, Gefäss-, Neuro- und Orthopädische Chirurgie
  • University of Cambridge, Vereinigtes Königreich: Prof. Roman Hovorka