Peptidhormon-Projekt

Ein Projekt zur Entschlüsselung der Rolle von Peptidhormonen bei hormonellen und stoffwechselbedingten Erkrankungen 

Die Regulation des Stoffwechsels ist hochkomplex und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Bestimmte Zellen des Darms und der Bauchspeicheldrüse schütten verschiedene Hormone (Botenstoffe) aus, welche eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des Energie- und Zuckerhaushalts spielen. Einige dieser Hormone werden bereits heute in der klinischen Praxis als wirksame Therapien zur Verbesserung der Blutzuckerkontrolle und zur Gewichtsreduktion eingesetzt. Trotz der hohen Wirksamkeit dieser neuen Therapien wissen wir erstaunlich wenig darüber, wie diese Hormone mit den verschiedenen für den Stoffwechsel relevanten Organen wie Leber, Bauchspeicheldrüse, Fettgewebe und Gehirn zusammenarbeiten. Untersuchungen der zugrunde liegenden Mechanismen sind herausfordernd, da die Hormone teilweise in sehr tiefen Konzentrationen vorliegen und in Ihrer Struktur hohe Ähnlichkeit aufweisen. Technologische Fortschritte konnten die sogenannte Massenspektrometrie zur besten Methode entwickeln, um verschiedene Hormone gleichzeitig zu bestimmen. 

Die Universitätsklinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus (UDEM) am Inselspital Bern, das Labor für Katcholamine und Peptide am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV) in Lausanne und das Zentrum für Präventive Dopingforschung am Institut für Biochemie in Köln (Deutschland) haben eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bestimmung dieser Hormone gegründet. Ziel ist es, deren Rolle bei hormonellen und stoffwechselbedingten Krankheiten zu untersuchen. Wir entwickeln und bestätigen neue massenspektrometrische Messmethoden nach internationalen Richtlinien und wenden diese in klinischen, translationalen und biomedizinischen Forschungsprojekten an.

Finanzielle Unterstützung

  • Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • Schweizerische Diabetes-Stiftung (SDS)
  • Novo Nordisk Research Foundation
  • Stiftung Antidoping Schweiz
  • Manfred Donike Institut für Dopinganalytik

Kollaborationen

  • Labor für Katcholamine und Peptide am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV), Lausanne
  • Zentrum für Präventive Dopingforschung, Institut für Biochemie, Köln, Deutschland