ONDOSE-Studie

Eine Studie über die Dosierung von Chemotherapien nach Körperoberfläche oder Magermasse 

In der Onkologie werden die Chemotherapien klassischerweise nach der Körperoberfläche dosiert. Es gibt aber keine Evidenz dafür, dass Organfunktionen, das Verteilungsvolumen der Medikamente oder deren Abbau in der Leber und der Niere direkt mit der Körperoberfläche verbunden sind. Der Zusammenhang zwischen Körperzusammensetzung und Verträglichkeit der Therapie bei spezifischen Krebserkrankungen ist hingegen sehr gut belegt.

Die Körperzusammensetzung und deren Änderungen im Verlauf der Therapie spielen eine wesentliche Rolle in der Vorhersage der Therapieverträglichkeit und der Prognose. Sie wird in der traditionellen Dosisberechnung aber nicht mitberücksichtigt. Die Muskelmasse, die Fettmasse aber auch die Knochenmasse sind relevante Parameter. Die Abnahme der Muskelmasse liefert beispielsweise gute Hinweise für einen schlechteren klinischen Ausgang und eine schlechtere Lebensqualität. Eine genaue Messung der Körperzusammensetzung und eine Strategie zum Erhalt der Muskelmasse könnten dazu beitragen, Nebenwirkungen der Therapie zu reduzieren und das Überleben zu verbessern.

Die DXA-Messung ist der aktuelle Goldstandard zur Messung der Körperzusammensetzung. Sie ist aber nicht in jeder Klinik praktikabel. In der Praxis hat sich die Analyse von Bildern aus Computertomogrammen (CT), welche meistens aus der Therapie schon vorhanden sind, durchgesetzt. Eine Methode zur Dosierung der Chemotherapie anhand von Körperzusammensetzung (Fett- und Muskelmasse), abgeleitet von CT Bildern ist vielversprechend. Ein standardisiertes Vorgehen muss hierfür erarbeitet und in verschiedenen Patientengruppen (Ethnie, Krebsart und -stadium, etc.) überprüft werden. Weiter wird die Dosierung der Chemotherapie basierend auf Körperoberfläche versus Körpermagermasse im Hinblick auf Therapienebenwirkungen untersucht.

Ondose-Studie

Finanzielle Unterstützung

  • Inselspital Bern, Universitätsklinik für Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus (UDEM)

Kollaborationen

  • Universitätsklinik für Medizinische Onkologie, Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin
  • Universitätsinstitut für Diagnostische, Interventionelle und Pädiatrische Radiologie

Principal Investigator